Beschreibung

Sehr geehrte Damen und Herren,

7:15 Uhr auf dem Weg zum Westbahnhof, kommend vom Postcarré. Der Bürgersteig ist überfüllt von Fußgängern (schätze u.a. durch ankommende Züge), mit dem Rad auf diesem zu fahren ist ein einziges Chaos (auch wenn bisher keine Unfälle passiert sein mögen ist es äußerst unangenehm für Rad wie auch Fußgänger). Auf der Straße fahren ist keine Alternative da:

1. Die Bodenmarkierung führt von der Ampel am Carré auf den überfüllten Bordstein, möchte man auf die Straße Wechseln wird man von den Autos angehupt. Ein Wechsel, weg von der Markierung, sorgt nachvollziehbarererweise für große Irritationen beim Autoverkehr, was nicht ungefährlich ist (auch wenn bisher kein Unfall passiert sein mag, das subjektive Empfinden für Radfahrer ist hier wirklich unangenehm).

2. Hat man es doch auf die Straße geschafft, wird man trotzdem angehupt da die Autos der Meinung sind man müsse den überfüllten Bordstein nutzen, obwohl keine Benutzungspflicht besteht, hinzu kommt die aktuelle Baustellen. Dort fehlt vielen Autofahrern die Geduld zu warten, bis man als Radfahrer durch die Engstelle durch ist (auch hier mag noch kein Unfall passiert sein, dennoch gefährlich und Unangenehm).

Weiter geht es dann, möchte man zum Westbahnhof abbiegen. Geht dies noch relativ gut, wenn man sich bereits auf der Straße durchgeschlagen hat, wird es einem nahezu verunmöglicht kommt man vom Bordstein.

Denn der Übergang auf die Straße in den Schutzstreifen erfolgt in etwa auf gleicher Höhe mit Beginn des Abbiegestreifens für Linksabbieger Richtung Bahnhof. Sprich man muss als Radfahrer kommend, nach Links zum Bahnhof abbiegen wollend, die Fahrbahn unnatürlich stark kreuzen um überhaupt auf den Abbiegestreifen zu kommen. Bei hohem Verkehrsaufkommen ist dies unmöglich, da die Autofahrer nicht mit einem solchen krassen Manöver von Radfahrern rechnen. Da muss man schon Mutig sein und einen Unfall in kauf nehmen um rüber zu kommen. Es ist sehr gefährlich und äußerst ärgerlich, da man ganz unten auf den Bordstein geleitet wird um dann feststellen zu müssen, man kann gar nicht Verkehrskonform und mit einem annähernden Gefühl von Sicherheit links Richtung Bahnhof abbiegen.

Ich wünschte mir für den Bordstein Klarheit durch getrennte Wege für Fuß- und Radverkehr zu schaffen. Platz ist an dieser Stelle genug, an Engstellen könnte man den Radverkehr auch kurzfristig zurück auf die Straße führen.

Für das Kreuzen zum Bahnhof wäre es sicher sinnvoll den Weg der Radfahrer bereits viel eher auf die Straße zu leiten, dass Überraschungen ausbleiben und Umweltbewusste Pendler endlich ein wenig angenehmer auf die Arbeit kommen können. Denn diese Zustände sind für mich immer wieder ein Grund, das Rad stehen zu lassen.

Vielleicht lässt sich da ja was verändern? Das wäre toll, denn aktuell ist es ein einziges Chaos für Rad-, Fuß- und Autoverkehr mit klarer Priorität für den Autoverkehr. Ob man das möchte, diese Frage muss sich die Verwaltung und Politik wohl selbst stellen. In Anbetracht der Umweltbewegungen wären solche Veränderungen zumindest ein Anfang.

Bild
Status
Geschlossen
Kategorie
Straße/Gehweg/Radweg
Anmerkungen / Status Änderungen
Statusnotiz

Mangel wurde gemeldet.

Status
Gemeldet
Di, 06.08.2019 - 10:21
Statusnotiz

Vielen Dank für Ihre Meinungsäußerung.

Die Westbahnhofstraße und damit auch die Verkehrsführung sind vor einigen Jahren erst geplant und so hergestellt wie sie sind. Dabei wurden die Interessen aller Verkehrsteilnehmer berücksichtigt, so gut es wegen der Platzverhältnisse eben ging. Alle Verkehrsteilnehmer müssen sich den hier sehr engen Verkehrsraum teilen. Das verlangt nicht nur von den Radfahrern Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme. Das dies nicht immer von einzelnen Verkerhsteilnehmern akzeptiert wird kommt vor, ist aber auch nicht der Maßstab des Mandelns.

Radfahrer dürfen uneingeschränkt (im Rahmen der StVO) die Fahrbahn benutzen und dürfen außerdem auf den Gehweg fahren. Autofahrer oder Busse dürfen das hingegen nicht . Die Radfahrer haben hier so gesehen mehr Rechte als andere Verkehrsarten.

Status
Geschlossen
Mo, 12.08.2019 - 14:13

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Antwort auf von Gast (nicht überprüft)

Die Straßenverkehrsbehörde (verkehrsorganisation@jena.de) hatte den Auftrag diese Frage zu beantworten.

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