#21756-2026

Beschreibung des Mangels

Die erste Fußgänger-Bedarfsampel an der Erlanger Allee wird täglich von einer sehr großen Zahl an Schülerinnen und Schülern, Radfahrenden sowie weiteren Fußgängerinnen und Fußgängern genutzt. Die aktuelle Schaltung ist jedoch äußerst unpraktisch.

Wer die Straße vollständig überqueren möchte, muss zunächst die erste Fahrbahn queren und anschließend auf der Mittelinsel erneut den Anforderungstaster betätigen. Da es an dieser Stelle keine andere sinnvolle Wegeverbindung gibt, ist offensichtlich, dass die meisten Personen die gesamte Straße überqueren möchten. Eine einmalige Anforderung für beide Fahrbahnen wäre daher deutlich nutzerfreundlicher.

Hinzu kommt, dass die Wartezeiten sehr lang sind. Gerade im Berufs- und Schülerverkehr führt dies regelmäßig dazu, dass Passanten – darunter auch Schülerinnen und Schüler – bei vermeintlich günstigen Gelegenheiten trotz Rotlicht die Fahrbahn überqueren. Dies stellt ein vermeidbares Sicherheitsrisiko dar.

Die Ampel war nach meiner Erinnerung früher bereits so geschaltet, dass beide Fahrbahnen nach einer einmaligen Anforderung überquert werden konnten. Es wäre sehr wünschenswert, wenn diese Schaltung wieder eingerichtet werden könnte.

Vielen Dank!

Details des Mangels

Kategorie
Ampel
Status
Geschlossen
Abteilung
Lichtsignalanlagen
Geokoordinaten
50.88834016394, 11.613304082656

Anmerkungen / Status Änderungen

Der Mangel "#21756-2026" wurde gemeldet.

Sehr geehrte Melder:in, vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir stimmen Ihnen zu das eine einmalige Anforderung mit durchgehender Signalisierung nutzerfreundlicher für Fussgänger und Radfahrer ist, Sicherheitfunktionen haben jedoch Vorrang. Am östlichen Nachbarknoten kam es während des Berufsverkehrs immer wieder zu Rückstaus die regelmäßig bis auf die Autobahn zurückreichten. Der Zustand wurde so gefährlich das hier eine Änderung der Schaltung in Erwägung gezogen wurde. Nach einer Situationsanalyse und einer Beobachtung vor Ort war nicht die Schaltung des Nachbarknotens das Problem sondern die Schaltung dieses Knotens. Aufgrund der für Fußgänger sehr langen Querungsstrecke von fast 33m muss bei einer Vollquerung eine Freigabe von bis zu 28s eingeplant werden. Dies ergibt inklusive der Zwischenzeiten im längsten Programm schon mehr als 1/3, im kürzesten Programm die Hälfte der zur Verfügung stehenden Gesamtzeit pro Umlauf. Dies behindert den Abfluss vom östlichen Nachbarknoten aufgrund der geringen Entfernung derartig das es zu den beschriebenen Rückstauereignissen kam. Durch die Anforderung einzelner Furten wurde der Abfluss vom Nachbarknoten stark verbessert und seit dem trat nicht nur kein Rückstau bis auf die Autobahn mehr auf auch Rückstaus auf die Stadtrodaer Str. sind stark zurückgegangen. Und dies stellt nur ein Abhängigkeit der Knoten untereinander dar dazu kommen ÖPNV-Bevorrangung, Grünbänder, wechselnde Programme, wechselnde Verkahrsbelastung, ... Aus diesen Gründen kann die alte Schaltung leider nicht wieder aktiviert werden. Mit freundlichen Grüßen Ihr Kommunalservice Jena

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Der Sachverhalt wurde erklärt und dazu Stellung bezogen, keine weitere Nachfragen erhalten.

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Kommentare

Die aktuelle Schaltung der Ampelanlage verhindert einen völligen Stillstand des Verkehrs auf der Erlanger Allee.
Alternativ wäre sonst nur eine weitere Verlängerung der Rot-Fasen der Fußgängerampel. Ich nutze diese Ampel auch täglich als Fußgänger, finde die Wartezeit aber akzeptabel. Es muss immer ein Kompromiss gefunden werden. Wenn jeder einzeln kommende Fußgänger sofort für die gesamte Straßenbreite grün bekommen soll, ist das nicht realisierbar.

selbstverständlich ist das technisch realisierbar. Warum sollte es das nicht sein? Dann macht der Motorisierte Individualverkehr eben mal Pause. Man muss schon sehr MIV-zentriert denken, wenn völlig ausgeblendet wird, dass die Ampel dort ausschließlich WEGEN des motorisierten Individualverkehrs auf 4 Fahrstreifen dort steht / nötig ist. Man kann nicht wo anders queren, weil dort quasi nur Fahrbahnen gebaut wurden. Fußgängerverkehr kommt und kam bei diesem Konzept nur als Marginalie irgendwo am Rande vor. Und ausgerechnet an den wenigen Querungsmöglichkeiten (wo also keine Böschung, kein Grünstreifen, kein Gitter die Fahrbahn vom Gehweg trennt) sollen der an den Rand gedrängte Fußverkehr weiterhin lange warten.
Das ist so nicht akzeptabel.
Man mag sich bei den Temperaturen der letzten Tage auch fragen, wieso der Fußverkehr in brütender Hitze ewig warten soll, während der MIV klimatisierten Minizellen vorbeirollt und natürlich keinesfalls gestoppt werden darf. Weil es schließlich auch direkt zu einem "Stillstand!" kommt, der sich vermutlich direkt bis zur Autobahnanschlussstelle ausbreitet...

Zählen Schüler nicht zu Fußgängern oder Radfahrern? Ist es diskriminierend, wenn Schüler aus diesen Gruppen ausgeschlossen werden? Diese ständige Dramatisierung bei der Darstellung von Mängeln macht nichts besser (oder wichtiger).